MGV-Konzert

Männer-Gesang-Verein „Frohsinn“
Badorf-Eckdorf, gegr. 1880 Inhaber der Zelter-Plakette Motto EDEL UND BIEDER SEI’N HERZ UND LIEDER
Mitgliedschaft vom 21.10.2000-9.10.2011


Zum Eintritt in den Verein
Es hat bereits sich rumgesprochen,
dass ich der Neue bin seit Wochen.
Teils angeworben, teils erbötig,
weil Männerchorgesang ist nötig,
ich bat die Sangesbrüder, bitte,
lasst singen mich in eurer Mitte.

Ich wurde, wie es sich gebührt,
von meinem Nachbarn eingeführt,
der, seit der Grüne Weg bebaut,
mich meist von fern nur hat geschaut.
Doch jetzt dank unserer Pension
verbindet uns der gute Ton.

Der Josef Segschneider rief an,
ob ich am Montag mitgehn kann.
Ich sprach, ich komme allemal,
geleite mich ins Stammlokal.
Hier haben wir ganz ungezwungen
mit Kölsch uns erst mal eingesungen
.
Es ward halb acht, und irgendwann
die Probe schließlich dann begann.
Ein freier Stuhl ward mir geboten,
der Adolf reichte mir die Noten.
Ich sah und spürte im Moment,
warum der Chor sich „Frohsinn“ nennt.

Man musterte mit Argusaugen,
ob’s für den 2. Bass würd’ taugen.
Die erste Probe ging nicht schief,
denn immer schon sang ich gern tief.
Drum nach dem dritten Wiederkommen
hat man mich gnädig aufgenommen
.
Als Zugereister, der ich bin,
seit 30 Jahren immerhin,
in Eckdorf ziemlich unbekannt,
weil ich in Kölner Diensten stand.
Aus Oper und Konzert mich kennt
der Operngast und Abonnent.

Wer kennt das Gürzenichorchester
von euch, lieb Bruder oder Schwester?
Dort war ich Soloposaunist,
doch itzo bin ich Pensionist
und pflege nun den Chorgesang,
was ich gewünscht mein Leben lang.

Jetzt hab ich endlich auch die Zeit
für unsres Dorfs Geselligkeit,
wofür es gab schon zwei, drei Proben.
Sie waren allesamt zu loben.
Wenn mit uns feiern unsre Damen,
ziert „Frohsinn“ rechtens unsern Namen.

Auch meine Dame ist all hie.
Dat lecker Mädche heißt Marie.
Sie singt im Chor die höchste Stimme
und auch zu Haus, das ist das Schlimme
Wollt ihr sie in der Oper sehn,
braucht nicht nach Karten anzustehn.

Nun haben wir uns vorgestellt
der hochverehrten Sängerwelt
und hoffen, dass ihr mögt uns leiden,
zumindest eine von uns beiden.
Auf euer Wohl, auf meinen Magen;
wir wollen wieder uns vertragen.

Zum Fest des Eckdorfer Männergesangvereins „Frohsinn“
am 21.10.2000 im Vereinslokal Gasthaus Alt-Eckdorf

Es hat bereits sich rumgesprochen,
dass ich der Neue bin seit Wochen.
Teils angeworben, teils erbötig,
weil Männerchorgesang ist nötig,
ich bat die Sangesbrüder, bitte,
lasst singen mich in eurer Mitte.

Ich wurde, wie es sich gebührt,
von meinem Nachbarn eingeführt,
der, seit der Grüne Weg bebaut,
mich meist von fern nur hat geschaut.
Doch jetzt dank unserer Pension
verbindet uns der gute Ton.

Der Josef Segschneider rief an,
ob ich am Montag mitgehn kann.
Ich sprach, ich komme allemal,
geleite mich ins Stammlokal.
Hier haben wir ganz ungezwungen
mit Kölsch uns erst mal eingesungen.

Es ward halb acht, und irgendwann
die Probe schließlich dann begann.
Ein freier Stuhl ward mir geboten,
der Adolf reichte mir die Noten.
Ich sah und spürte im Moment,
warum der Chor sich „Frohsinn“ nennt.

Man musterte mit Argusaugen,
ob‘s für den 2. Bass würd‘ taugen.
Die erste Probe ging nicht schief,
denn immer schon sang ich gern tief.
Drum nach dem dritten Wiederkommen
hat man mich gnädig aufgenommen.

Als Zugereister, der ich bin,
seit 30 Jahren immerhin,
in Eckdorf ziemlich unbekannt,
weil ich in Kölner Diensten stand.
Aus Oper und Konzert mich kennt
der Operngast und Abonnent.

Wer kennt das Gürzenichorchester
von euch, lieb Bruder oder Schwester?
Dort war ich Soloposaunist,
doch itzo bin ich Pensionist
und pflege nun den Chorgesang,
was ich gewünscht mein Leben lang.

Jetzt hab ich endlich auch die Zeit
für unsres Dorfs Geselligkeit,
wofür es gab schon zwei, drei Proben.
Sie waren allesamt zu loben.
Wenn mit uns feiern unsre Damen,
ziert „Frohsinn“ rechtens unsern Namen.

Auch meine Dame ist all hie.
Dat lecker Mädche heißt Marie.
Sie singt im Chor die höchste Stimme
und auch zu Haus, das ist das Schlimme.
Wollt ihr sie in der Oper sehn,
braucht nicht nach Karten anzustehn.

Nun haben wir uns vorgestellt
der hochverehrten Sängerwelt
und hoffen, dass ihr mögt uns leiden,
zumindest eine von uns beiden.
Auf euer Wohl, auf meinen Magen;
wir wollen wieder uns vertragen.

Des Dörfchens Männerchor (Edel und bieder sei’n Herz und Lieder)
Uraufführung auf der Mehrtagesfahrt in die Fränkische Schweiz (9.-13.5.2002)
im Landhaus Sponsel-Regus (Veilbronn) am 1. Abend.


Zur Probe treffen wöchentlich ein Mal
die Sangesbrüder sich im Singlokal.
Dann heißt es ölen erst die trocknen Kehlen,
denn daran darf es nie und nimmer fehlen.
Weil Trübsinn-Blasen ist hier unbekannt.
Denn „Frohsinn“ hat sich der Verein genannt.

Und fröhlich geht es zu, mal so, mal mehr
bei jeder Probe, vor und hinterher.
Doch lassen sie die Stimmen nicht ertönen,
nur um die eignen Ohren zu verwöhnen.
Nein, auch der Kunst sie haben sich verschrieben;
durch die sie die erfreuen, die sie lieben.

Zu öffnen eines jeden Herz und Ohr
durch den Gesang des Dörfchens Männerchor.

In jeder Probe ist der Chor ganz Ohr
und lauscht, was sagt und singt der Leiter vor.
Zu laut, zu leis’, zu schnell, zu hoch, zu tief,
zu früh, zu spät, am End’ geht alles schief.
Dann steht der Vorstand auf mit Stirnes Krause
und schickt die Kunstgenossen in die Pause.

Doch hin und wieder kommt es leider vor,
dass ziemlich schwach besetzt ist der Tenor
und schwächelt, während man des Basses Reihen
aus voller Brust und Kehle höret schreien.
Schon heißt es, 2. Bässe, nicht so röhren,
sonst ist die Melodei nicht mehr zu hören.

Nun ja, Probleme kommen manchmal vor.
Drum wacker probt des Dörfchens Männerchor.

Sie suchen die verschwundnen, „alten Straßen“
und jene Linde, wo Verträumte saßen.
“Das Dörfchen“ nach Franz Schubert sie besingen,
dass fern vom Turm die Abendglocken klingen.
Sie singen Leicht- und Schweres ohne weitres
auch über Trauer, Liebe, Ernst- und Heitres.

Tönt „Heilig, heilig“ edel vom Altare,
geleitet ernster Grabgesang die Bahre.
So auch am Tage Allerheiligen,
woran sie immer sich beteiligen,
erklingt es tief bewegt und weihevoll,
und hüllt des Glaubens Zuversicht in Moll.

Die Seele richtet gläubig sich empor.
Der Dank gebührt des Dörfchens Männerchor.

Zur Liedertafel jedes Jahr indessen
sie gerne sich mit andren Chören messen.
Der Wettstreit geht oft bestens für sie aus,
noch besser hinterher bei Saus und Braus.
Denn in Geselligkeit macht diesem Chor
kein andrer Chor so schnell und leicht was vor.

Hier zeigt manch humoristisches Talent,
warum der MGV sich „Frohsinn“ nennt.
Gern sind die Damen mit von der Partie,
was wäre der Verein wohl ohne sie!
Natürlich sonderlich beim Karneval
packt sie das „Kölsche Levve“ jedesmal.

Dem rheinisch-kölschen Frohsinn und Humor
verfallen ist des Dörfchens Männerchor.

Sie haben im Programm auch immer wieder
die altbekannten Trink- und Rheinweinlieder.
Verteilen gern sie als Visitenkarten
auf ihren Ausflugs- und Mehrtagesfahrten.
Das lässt sofort die Stimmung kräftig zischen.
Dann tanzt der rhein’sche Bär auf Stuhl und Tischen.

Schon ist der Chor in seinem Element
und singt aus dem Lamäng, was gut er kennt.
“Das erste Bier muss zischen“, „Loreley“,
das Schifferlied, „Bajazzo“, “An den Mai“,
„Im schönsten Wiesengrunde“, „Müllers Lust“,
“Kein schöner Land“ aus voller Kehl’ und Brust.

Ein Meisterchor „Am Brunnen vor dem Tor“!
So stellt sich vor: Eckdörfchens Männerchor.

Zugabe:
Wer kann sich schmücken mit solch schmucken Damen,
die unserm Chor zu dienen nie erlahmen!
Und die uns wöchentlich einmal entbehren,
um spaß uns an der Freude zu gewähren,
und die beileibe dann nicht zeternd zanken,
wenn nach der Ölung wir spät heimwärts schwanken.

Kein böser Blick bestraft die Spätheimkehrer,
die kehrerprobten Chor- und Kölschverehrer.
Sie wissen, was sie an uns Knaben haben,
die gern sich an Caeciliens Gaben laben.
Drum sie ein Dankeschön heut ausgesprochen
für jeden Montag (Monday, Willy!) in fast 50 Wochen.

Hebt Sangesbrüder, euer Glas empor
den Damen des Eckdörfchens Männerchor.

Dank(zugabe) an der Chor, der zu meinem 70. Geburtstag sang.
Ich sage Dankeschön den Sängerknaben,
die gern zu mir den Weg gefunden haben,
um mich mit ihren Liedern zu beehren,
um um das Festvergnügen zu vermehren.
Das Ständchen hat viel Freude mir gemacht,
denn wo ihr seid, wird Frohsinn angefacht.

Damit der Frohsinn kann nun wieter sprießen,
lasst uns das zarte Pflänzelein begießen.
Der Köbes lässt sehr gern herbei sich winken,
da bisschen, was ihr esst, mögt ihr nun trinken.
Mit jedem Glas will ich euhc Danke sagen:
Bleibt auc der Zorn, wir wollen uns vertragen!

Hebt, liebe Gäste, euer Glas empor,
den Sängern – dem Leiter – dem Vorstand des Eckdörfchens Männerchor..